10B Kartäuserkloster Frankfurt; Rep. 10B Kartäuserkloster bei Frankfurt (Oder) (Bestand)

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Title:Rep. 10B Kartäuserkloster bei Frankfurt (Oder)
Vorwort:Geschichte des Registraturbildners

Barmherzigkeit Gottes wurde 1396 von der Stadt Frankfurt, ihren vier Gewerken und der ganzen Gemeinde gegründet. Die Ausstattung erfolgte ausschließlich durch die Stadt und deren Bürger und blieb anfänglich auf 60 Schock jährlichen Zinses beschränkt. Die späte Entwicklung des Klosters ließ keinen großen Besitzkomplex mehr entstehen. Die Ausdehnung vollzog sich in nordwestlicher und südwestlicher Richtung in der Umgebung der Stadt Frankfurt. Den Kern des Besitzes bildete die sogenannte Große Heide bei Biegen. 1432 wurde das Kloster von den Hussiten erobert und zerstört, jedoch rasch wieder aufgebaut. Es führte eine ausgesprochene Rentenwirtschaft und tätigte umfangreiche Geldgeschäfte. Die Reformation stieß auf erbitterten Widerstand des Priors und der wenigen verbliebenen Konventualen. 1537 überließ der Kurfürst die Einkünfte des Klosters der Universität Frankfurt (O.) Nach der 1538 erfolgten Aufhebung schenkte er dieser 1540 das gesamte Kloster (vgl. Rep. 7 Amt Frankfurt (O.) und Rep. 86 Universität Frankfurt (O.)).
Zum Grundbesitz des Klosters gehörten die Dörfer Döbberin mit der wüsten Feldmark Jahnswalde, Nieder-Jesar, die Große Heide mit den Heidedörfern Jakobsdorf, Biegen und Briesen, ferner Arensdorf, Madlitz, Brieskow (oder Wrietzig), Unter-Lindow mit dem Vorwerk Karthaus und den Mühlen und Fischereirechten an der Schlaube, Manschnow (vorübergehend) und Kunersdorf (wüst).

Bestandsgeschichte

Für die knapp anderthalb Jahrhunderte seines Bestehens verfügte das Kloster über eine relativ dichte Überlieferung. Aus dem ehem. Klosterarchiv sind etwa 140 Urkunden und ein Kopialbuch erhalten, die auf direktem Wege über die landesherrliche Säkularisation bzw. mit dem Universitätsarchiv Frankfurt (O.) in das Geheime Staatsarchiv in Berlin-Dahlem gelangten. Der vor 1945 im GStA verwahrte Bestand hat im zweiten Weltkrieg kaum Verluste erlitten und befindet sich seit 1963 im BLHA, eine Urkunde (1417) im Dahlemer Archiv. Die bis 1945 im Stadtarchiv Frankfurt (O.) verwahrten vier Originale der Provenienz müssen demgegenüber als verloren gelten.
 

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Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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